Franziskanerkloster und St. Johannis Klosterkirche

Das Franziskanerkloster in Neubrandenburg bestand von 13. Jahrhundert bis zur Einführung der Reformation in Mecklenburg. Es zählt wegen seiner noch erhaltenen historischen Bausubstanz zu den bedeutendsten Baudenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern. Am besten erhalten sind das Refektorium und die ehemalige Klosterkirche St. Johannis.Unmittelbar nach der Stadtgründung 1248 hat sich der Franziskaner-Orden in Neubrandenburg niedergelassen. Die Ordensregeln verpflichteten die Mönche zur strengen Armut. Sie sahen ihre Aufgaben in der Predigt sowie Kranken- und Armenpflege. Für die Absicherung ihres Lebensunterhaltes waren sie auf Almosen angewiesen. Aus diesem Grund wurden sie auch Bettelmönche genannt. Sie trugen ein braunes Gewand mit spitzer Kapuze und weißem Leibstrick. Dem klösterlichen Leben entsprechend wurde eine abgeschlossene Vierflügelanlage am nördlichen Stadtrand erbaut.Als südlicher Flügel entstand um 1250 die Johanniskirche als schlichte Feldsteinkirche, von der nur noch Teile der Nordwand erhalten sind. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde an der gegenüberliegenden Seite ein zusätzliches Kirchenschiff (das jetzige Hauptschiff) angebaut. An der Ostseite der Kirche wurde im 15. Jahrhundert für die Mönche ein etwa 20 Meter langer Chorraum angefügt, der nach der Reformation eine andere Nutzung erhielt und im 19. Jahrhundert, bedingt durch seinen desolaten Zustand und erforderliche Straßenverbreiterung, einstürzte bzw. abgerissen wurde. Ursprünglich reichte der Chorraum etwa bis zur Mitte der heutigen Stargarder Straße. Im Ostflügel des Franziskanerklosters befand sich das Dormitorium (Schlafraum) und im Nordflügel das Refektorium (Küche und Speisesaal) der Mönche. Im Westflügel waren die Konversen (Laienbrüder) untergebracht. Das Refektorium ist der heute am besten erhaltene Bereich des Klosters. Der Ostflügel wurde nach einem Brand Anfang des 17. Jahrhunderts nicht wieder aufgebaut. Das Franziskanerkloster mit der Johanniskirche zählt zum eindrucksvollen mittelalterlichen Architekturbestand im Stadtzentrum von Neubrandenburg. Deshalb und auf Grund seiner bedeutsamen Geschichte sowie wegen der günstigen Lage des Klosters ist die Unterbringung des städtischen Museums im ehemaligen Refektorium und dem neu zu schaffenden Ostflügel geplant. Durch diese Nutzung wird das Bauwerk einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Kontaktinformationen

Stadt Neubrandenburg

Doreen Duchow
Friedrich Engels Ring 53
17033 Neubrandenburg
Telefon: 0395- 555-0

Email: stadt@neubrandenburg.de

Zur Website

Ansprechperson vor Ort

Pfarramt: Pastor Ralf von Samson Kirchgemeinde Sankt Johannis Neubrandenburg
2. Ringstraße 203
17033 Neubrandenburg
Telefon: 0395/7071748

Email: nbg-johannis@kirchenkreis-stargard.de