Aus der Geschichte des Gutes:

1210 wird “Guthendorp” erstmals erwähnt. Am 13.01.1371 verpfändete Herzog Albert von Mecklenburg die Städte und Schlösser Marlow und Sülze sowie 23 andere Orte an den Bischofvon Schwerin.Zu dieser Zeit wurde wahrscheinlich der mittelalterliche Wehrturm errichtet, der im Teich hinter dem heutigen Standort des Hauses nachweislich gestanden hat. Heute ist davon nur noch zu erkennen, wo früher der Zugang in Form einens kleinen Dammes gewesen sein muss. Vielleicht sind Teile dieses Turms dann später beim Bau des Hauses verwendet worden, worauf das Format einiger Steine im Kellergewölber hinweist, gesichert ist dies aber nicht.

Im Jahre 1756 werden die Junker Kurt und Joachim von Zepelin als Besitzer des Dorfes Alt-Guthendorf genannt. Der Luftschiffbauer Zeppelin ist übrigens mit den mecklenburgischen Zeppelins verwandt. Familie von Zeppelin residiert fast 300 Jahre in Alt-Guthendorf, dann wird das Gut an das Kloster zu Ribnitz verkauft. Das Kloster verpachtet das Gut weiter an Herrn von Hoben.

Ab 1794 pachtet Christian-Ernst-Friedrich von Vogelsang die Dörfer. Er ist eine führende Persönlichkeit der mecklenburgischen Ritterschaft und stand dem Amt im Nord-Osten Mecklenburgs vor.In dieser Eigenschaft organisierte er gezwungenermaßen 1813 den großen Vormarsch der napoleonischen Truppen gegen Rußland mit. Im Jahr 1821 stirbt Christian-Ernst-Friedrich von Vogelsang.Um sein Grab rankt sich die Geschichte eines verborgenen Schatzes. Dies resultiert aus der umfangreichen Inschrift auf seiner Grabplatte. In dieser soll verfügt worden sein, dass sie 100-Jahre nicht aufgenommen werden darf, was zusammen mit dem Umstand, dass er kinderlos war, für die Schatzsage sorgte. Die Inschrift wurde aber respektiert, denn trotz der Einebnung aller Gräber an der Kirche blieb die Grabplatte bis Mitteder 80-iger Jahre des letzten Jahrhunderts erhalten.

Nach dem Tode von Christian-Ernst-Friedrich von Vogelsang fiel das Gut an seinen Bruder Gustav-Casimir-Hardenatz von Vogelsang, dieser verstarb 1848. Danach residierte auf Alt-GuthendorfHermann Ludolf Carl Emil Freiherr v. Vogelsang bis 1862. Er wurde zum ritterlichen Amtsdeputierten in die mecklenburgische Ständevertretung gewählt. 1850 konvertierte er zum katholischen Glaubenund mußte deshalb aus dem mecklenburgischen Landtag ausscheiden. Vogelsang beschäftigte sich nun als Publizist mit aktuellen und religiösen Fragen und dem Problem einer gerechten sozialen Gesellschaft.Ab 1859 begleitete er den jungen Fürsten von Liechtenstein auf Reisen durch Europa und erhielt zum Dank am 10.5.1859 den fürstlich-liechtensteinischen Freiherrenstand verliehen. 1864 kam er nach Östereich wo er mit schriftstellerischer Tätigkeit eine christlich-soziale Volksbewegung mit der Forderung nach sozialen Reformen auslöste.Dies hatte zur Folge, dass gegen den Widerstand der liberalen Partei eine Reihe von Sozialgesetzen beschlossen wurde, die teilweise vorbildlich für Europa galten. Vogelsang gilt daher in Österreich auch heute noch als bedeutende Persönlichkeit.

Anschließend wechselt das Gut die Pächter häufiger, der letzte Gutsherr war die Familie Winter bis 1945. Diese ließ das Gut in den 20-iger Jahren des letzten Jahrhunderts komplett sanieren, Stall und viele Bauelemente im Haus stammen aus dieser Zeit.

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Carola Topp
Am Park 11
18337 Alt-Guthendorf
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