Bis zur letzten Runde

© rbb/ Rainer Arendt

Produktion: ARTIA NOVA FILM
Genre: Dokumentarfilm
Drehort(e): Heringsdorf, Stralsund, Penkun
Drehzeit: Januar 2018- Februar 2020

Kurzinhalt

Zwei weit auseinander liegende Lebens- und Schaffensgeschichten, die des Boxtrainers Ulli Wegner und die des Dokumentarfilmregisseurs Heinz Brinkmann werden durch den Krebstod des Regisseurs, vor Fertigstellung des Filmes, erzählerisch in einem großen Bogen miteinander verbunden: Bis zur letzten Runde.Die zentrale Erzählung bleibt die Entwicklungs- und Erfolgsgeschichte des Menschen Ulli Wegner, der zur populären Trainerlegende im Boxsport wird und über ein Lebensalter hinweg auch zum Zeitzeugen deutscher Geschichte nach dem 2. Weltkrieg. In der DDR erfuhr Wegner eine umfassende Ausbildung zum Trainer im sozialistisch geprägten Leistungssport immer erfolgsorientiert. Der Sieg für den sozialistischen Staat DDR war Auftrag und Ziel.Mit der deutschen Wiedervereinigung verbinden sich die Siege seiner Schützlinge mit seinem ganz persönlichen Ehrgeiz, immer der Beste zu sein, das Besondere in seinem Leben zu schaffen. Die Erfolge von über 100 Weltmeistertiteln im Profi-Boxsport verdankt er seinen mentalen und psychologischen, so wie seinen in der DDR erworbenen handwerklichen Fähigkeiten. Ulli Wegner kann mit seiner Frau Margret den medialen Glamour und den Wohlstand des Westens genießen.Der Heringsdorfer Heinz Brinkmann, der sich mental mit dem Pommern Wegner verbunden fühlt, der Kampf gegen den Krebs wirkt in seiner stillen Weise kontrapunktisch. So wirken auch die Zitate aus Filmen des Regisseurs, die auf ganz andere Weise das Zeitgeschehen und Befindlichkeiten der Menschen in diesen Umbrüchen erzählen. In den letzten Runden werden beide zu Freunden.

Credits

Regie: Heinz Brinkmann Kamera: Rainer M. Schulz Ton: Theo R. Schulte Produzent:in: Hartmut Schulz Schnitt: Alexander Görwitz, Karin Gerda Schöning Musik: Lutz Kerschowski Produktionsleitung: Fritz Hartthaler Herstellungsleitung: Hartmut Schulz, Rainer Baumert (rbb) Sender/Redaktion: Rolf Bergmann, rbb; Martin Hübner, MDR